18. Juni 2015

Lebenslanges Lernen

Lebenslanges Lernen – eine gute Investition und die beste Kapitalanlage

— Pressebericht —

Bereits in den 1970er Jahren ist der Begriff des lebenslangen Lernens im Allgemeinen und auch im wissenschaftlichen Bereich geläufig. Damals wie heute bezeichnet der Begriff nichts anderes, als dass Lernen ein lebenslanger Prozess ist, der einen weiten Bogen spannt von der vorschulischen Bildung bis zur Bildung im Alter, wobei das lebenslange Lernen das bewusste, zweckorientierts, zielorientierts und systematische Lernen bezeichnet. Seine wachsende Bedeutung hat das Bewusstsein dafür geweckt, dass die lebenslange Beanspruchung des Geistes ebenso wichtig ist wie Essen und Trinken. Denn erst durch das Lernen wird ein Mensch das, was ihn als Person mit eigener Verantwortung und Menschenwürde ausmacht und auszeichnet.

Lebenslanges Lernen – was bedeutet das?

Wer eine Ausbildung macht oder studiert, befindet sich in einem fortlaufenden Lernprozess, der sich meist unmittelbar an die schulische Ausbildung anschließt. Genau genommen beginnt lebenslanges Lernen bereits im Kleinkindalter. Ein Kleinkind ist immer auf Entdeckungsreise und jeden Tag wird seine Welt ein bisschen größer. Das setzt sich im Kindergartenalter fort, in dem der Kontakt zu anderen Kindern intensiviert wird und in dem soziales Verhalten, Durchsetzungsvermögen und die persönliche Entfaltung gefördert werden. Diese Zeit geht nahtlos in die Schulzeit über, wo sich lebenslanges Lernen fortsetzt.


Auch wenn diese Zeit aufgrund der Schulpflicht sozusagen zwangsweise gelebt wird, so schieben diese Lebensabschnitte lebenslanges Lernen an, das sich im Idealfall in allen Bereichen fortsetzt. Nicht jeder Arbeitgeber hat verstanden, dass es sich lohnt, in die Mitarbeiter zu investieren, beispielsweise durch interne und externe Fortbildungsmaßnahmen, durch eine zusätzliche Qualifikation oder eine andere Trainingsmaßnahme. Lebenslanges Lernen ist in allen Bereichen unabdingbar. Alle Berufssparten sind rasanten Entwicklungen ausgesetzt, sei es in technischer Hinsicht, in Bezug auf Service- und Beratungsleistungen, durch veränderte Standards im sozialen und medizinischen Bereich oder durch die fortschreitende Globalisierung und die Ausdehnung auf neue Märkte, um nur einige zu nennen. Nicht jeder Arbeitnehmer ist allerdings bereit sich fortzubilden, auch wenn die Kosten vom Arbeitgeber getragen werden. Das bedeutet auch, dass Arbeitgeber die Aufgabe haben, ihre Mitarbeiter von der Notwendigkeit des lebenslangen Lernens zu überzeugen, das Interesse zu wecken und sie entsprechend zu motivieren.

Anders verhält es sich bei Selbstständigen und Freiberuflern, die in Eigenregie und eigenverantwortlich für ihre Weiterbildung zuständig sind. Wer lebenslanges Lernen nicht in den Berufsalltag integriert, wird bald gegenüber der Konkurrenz ins Hintertreffen geraten. Lebenslanges Lernen wird Selbstständigen und Freiberuflern dadurch erleichtert, dass sie beispielsweise Berufsverbänden angehören, in denen regelmäßig Trainings- und Qualifizierungsmaßnahmen angeboten werden. Hilfreich sind auch Fachkongresse oder Messen, die die Fachbesucher beispielsweise über technische Neuerungen, über neueste Maschinen und deren Funktionsweise sowie über für den Beruf hilfreiche Hardware- und Softwareprodukte oder über Veränderungen im Bereich Marketing und Kommunikation informieren. Gleiches gilt für Fachzeitschriften in den verschiedenen Bereichen, die für die jeweilige Berufsgruppe passgenaue Fachliteratur, Trainingsmaßnahmen und Fachmessen präsentieren.

Warum lebenslanges Lernen?

Die Zahl der Berufe, in denen eine mehrere Jahre dauernde Ausbildung oder ein Studium als Qualifikation ausreichen, sinkt stetig. Das liegt auch daran, dass aufgrund der rasanten nicht nur technischen Entwicklung immer neue Anforderungen im Berufsleben gestellt werden. Überhaupt befindet sich unsere Gesellschaft in einem permanenten Wandel, was für das Berufs- und Privatleben gleichermaßen gilt. Der Wille, sich weiter zu entwickeln, sich Neuem gegenüber zu öffnen und die Bereitschaft, sich in neue Sachverhalte einzuarbeiten, gewinnt deshalb an Bedeutung. Das Konzept „Lebenslanges Lernen“ zielt auf diese Entwicklung ab und auf die Bereitschaft, neugierig und offen für Neues zu sein und zu erkennen, dass Wissen die beste Kapitalanlage ist. Lebenslanges Lernen beinhaltet insoweit die bewusst gesteuerte Entwicklung und zwar sowohl beruflich als auch privat. Die entscheidenden Schlüsselwörter im Zusammenhang mit lebenslangem Lernen sind immer am Ball bleiben, Weiterbildung und Qualifikation. Denn es geht vor allem beruflich darum, Wissenslücken zu schließen, sich weiter zu qualifizieren und immer wieder auf den aktuellsten Stand zu kommen. Lebenslanges Lernen schließt aber auch die persönliche Entwicklung mit ein, ohne die das berufliche Fortkommen nicht möglich ist.

Lebenslanges Lernen geht jede Altersgruppe an

Wer auf Stillstand schaltet, läuft Gefahr, den Anschluss zu verlieren und den beruflichen Anforderungen nicht mehr zu genügen. Lebenslanges Lernen bedeutet auch, eigene Schwächen zu erkennen und Stärken zu offenbaren, ja sogar verborgene Talente zu entdecken. Manchmal ist es ein Sprachkurs, der noch fehlt, um das Arbeitsplatzprofil abzurunden und vielleicht ein höheres Gehalt zu beanspruchen oder um als Selbstständiger seinen Aktionsradius nicht nur auf europäischer Ebene auszuweiten. Lebenslanges Lernen ist kein Muss, sondern eine Freude und die Chance, sich selbst besser kennenzulernen. Lebenslanges Lernen schafft auch Erfolgserlebnisse und stärkt das Selbstbewusstsein. Manchmal eröffnet es auch vollkommen neue Wege. Keinesfalls ist es ein Makel, mit 50 plötzlich festzustellen, dass man ein Leben lang einer Tätigkeit nachgegangen ist, die zu einer Zwangsmaßnahme geworden ist. Manch einer entdeckt durch lebenslanges Lernen plötzlich ein neues Hobby, eine Fertigkeit oder eine neue Leidenschaft, für die er so sehr brennt, dass er einen Schnitt vollführt. Das gilt übrigens auch für Menschen im Rentenalter, die aus dem Rentendasein einen Unruhestand machen und einer ganz anderen Tätigkeit nachgehen. Da gibt es den einen oder anderen, der sich nach einem jahrzehntelangen Dasein als Arbeitnehmer im Rentenalter dazu entschließt, sich selbstständig zu machen, sei es mit einem eigenen Weinberg, einer eigenen kleinen Brauerei, einer Pferde- oder Hundezucht, einer Antiquitätenhandlung oder als Reiseführer. Die Möglichkeiten der Selbstentfaltung im beruflichen, privaten und persönlichen Bereich sind zahlreich, sie müssen nur entdeckt werden.

Lebenslanges Lernen und sein Nutzen

Lebenslanges Lernen entscheidet im Berufsleben über die Perspektive und die Zukunftschancen des Einzelnen, wobei das lebenslange Lernen als lebensbegleitendes Lernen verstanden werden soll. Es handelt sich insoweit nicht um einen Prozess, der in einer bestimmten Lebensphase begonnen und abgeschlossen wird. Verstärkt wird dieser Prozess durch die Globalisierung und die Herausbildung einer Wissensgesellschaft, die die Menschen vor große Herausforderungen stellt. Erworbenes Wissen sowie die Fähigkeit, dieses im Job anzuwenden sind die Basis für persönliche Orientierung, für gesellschaftliche Teilhabe und für den Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit. Auch die Politik hat lebenslanges Lernen für sich entdeckt und versucht, die Möglichkeiten für das Lernen zu verbessern und attraktiver zu gestalten. Das gilt auch für den Wert des Lernens. Lernen verdient Anerkennung und einen festen Platz im gesellschaftlichen System unabhängig davon, ob es der beruflichen Weiterentwicklung oder der Ausübung bürgerschaftlichen Engagements dienlich ist oder aus rein privaten Gründen erfolgt. Insgesamt ist lebenslanges Lernen dazu geeignet, das Potenzial jedes einzelnen Menschen offenzulegen und zu entwickeln. Insoweit ist es wichtig, die Rahmenbedingungen und Voraussetzungen für die Bildungs- und Weiterbildungsbereitschaft zu schaffen und das Bewusstsein für lebenslanges Lernen zu schärfen und jedem Menschen den Zugang zu mehr Wissen zu ermöglichen. Ziel ist, jeden Menschen dazu zu ermutigen, lebenslanges Lernen als bleibende Herausforderung zu sehen und als Chance für die persönliche Entwicklung und Lebensgestaltung anzunehmen.

Lernmethoden – ein Weg zu lebenslangem Lernen

Im beruflichen Bereich sind meist organisatorische Gründe oder eine Veränderung der Inhalte des bisherigen Arbeitsplatzes maßgeblich dafür, sich weiterzubilden oder zu qualifizieren. Insoweit ergibt sich lebenslanges Lernen beruflich und oftmals auch privat aus einer Notwendigkeit oder Not heraus oder auch aus Interesse und persönlicher Leidenschaft. Eine andere Möglichkeit, den Zugang zu lebenslangem Lernen zu finden und diesen Prozess zu unterstützen, sind Lernmethoden.

Grundsätzlich erleichtern es Lernmethoden, den gewünschten Stoff schnell und erfolgreich zu lernen. Aus der Hirnforschung lassen sich verschiedene Grundsätze zum richtigen Lernen ableiten. Danach nutzen wir beim Lernen verschiedene Kanäle, um Informationen aufzunehmen und diese auch zu speichern. Die meisten Menschen lernen durch die Kombination aus Hören und Sehen sowie durch die aktive Umsetzung dessen, gefolgt von Beobachten, Hören und Lesen.

Es gibt verschiedene Strategien, richtig zu lernen. Nützlich ist es, sich eine Lernstrategie zurechtzulegen und einen Zeitplan zu erarbeiten, wobei auch das Einteilen in kurze Lerneinheiten die Aufnahme von Wissen erleichtert. Um das Gelernte zu manifestieren, bieten sich Wiederholungen an, die die Lerninhalte vom Kurzzeitgedächtnis in das Langzeitgedächtnis transferieren. Hilfreich ist auch, den Stoff zu kategorisieren und neue Begriffe durch inhaltliche, sprachliche oder bildhafte Assoziationen zu verknüpfen.

Es gibt verschiedene Lernmethoden, die lebenslanges Lernen erleichtern und unterstützen und die in allen Bereichen umgesetzt werden können.

  • Da gibt es das Lernen mit Lernkartei, das vor allem beim Erlernen einer Sprache wertvolle Dienste leistet. Das Prinzip der Lernkartei besteht aus systematischen Wiederholungen.
  • Eine weitere Lernmethode ist die Organisation und die Hierarchisierung des Lernstoffes, um die Merkfähigkeit zu optimieren. Allein das Sichten des Stoffes und dessen Gliederung ist ein erster Lernprozess.
  • Je aktiver der Lernstoff erarbeitet wird, umso besser sind die Lernergebnisse. Wer also einen gelesenen Text abschließend in eigenen Worten wiedergibt, ihn in Fragen und Antworten aufbereitet oder ihn schriftlich zusammenfasst, kann die Inhalte wesentlich besser im Gedächtnis speichern.
  • Wer ein visuelles Gedächtnis hat, kann Lernstoff besonders gut behalten, wenn er mit Bildern, mit Ereignissen und Emotionen verknüpft wird.

Es gibt weitere Lernmethoden, die überaus hilfreich sind, wenn es darum geht sich Wissen anzueignen. Lebenslanges Lernen ist ein sehr kreativer Prozess, der in jedem Alter und unabhängig vom Grund sehr viel Spaß machen kann.

 

 

Erschienen am: 19.06. in OpenPR

Richter

Mein Name ist Meik Richter. Ich bin Speed-Reading-Trainer und Lerncoach und beschäftige mich der schnellen Informationsaufnahme und Verarbeitung.

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Hosting - 20. August 2017 Reply

Instrument oder eine Sprache lernt, innerhalb von wenigen Tagen an grauer Gehirnsubstanz zu – unsere graue Hirnsubstanz ist fur die Entstehung neuer Nerven und Verbindungen zustandig. Auch das Bildungsministerium propagiert und fordert lebenslanges Lernen , weil wir uns in unserem schnelllebigen Zeitalter standig an neue Bedingungen anpassen mussen.

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