Brainfood | 15+3 Lebensmittel für Ihr Gehirn

© Mariusz Blach - Fotolia

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Wie selbstverständlich erwarten wir, dass der Motor eines Autos beim Drehen des Zündschlüssels anspringt. Von unserem Gehirn erwarten wir genau dasselbe: Anschalten und los! Jedoch ist unser grauer Kasten keine Maschine. Aber was benötigen unsere grauen Zellen, um richtig laufen zu können? Brainfood, Pillen oder Cola?

 

Damit wir geistig auf Hochtouren laufen, brauchen wir keine Pillen oder teuren Brainfood-Präparate. Wir benötigen nur Sauerstoff, Wasser, Zucker (das sogenannte Brainfood) und ausreichend Schlaf. Fehlt nur eine dieser Zutaten, merken wir es sofort. Wir werden müde, unkonzentriert und schlecht gelaunt. In diesem Zustand ist es fast unmöglich, zielgerichtet zu lernen. Doch was kann man dagegen tun?

 

Die Masse unseres Gehirns beträgt nur 2 % unseres Körpergewichts, es benötigt aber 20 Prozent des im Körper vorhanden Sauerstoffs und gut ein Fünftel aller Kohlenhydrate (Zucker). Und es ist egoistisch. Das Gehirn kann selbst keine Energie speichern und holt sie sich ohne Rücksicht auf andere Organe aus dem Körper. Getreu dem Motto: Ohne mich geht es sowieso nicht.

 

In Ordnung, mögen Sie jetzt vielleicht sagen, dann denke ich eben weniger und verbrauche somit weniger Energie. Leider ist dies aber ein Trugschluss. Der Energiebedarf des Gehirns bleibt konstant hoch, auch wenn wir schlafen oder nur aus dem Fenster schauen. Unser Gehirn kann nicht nicht denken. Also ist ein konstanter Energielevel überlebenswichtig.

Aber welches Brainfood unterstützt mein Denken und welches ist eher hinderlich?

 

Prinzipiell ist es dem Gehirn egal, aus welchen Nahrungsmitteln es seine Energie bezieht. Wichtig ist nicht, woher, sonder wie haltbar der Brennstoff ist. Langkettiger Zucker, beispielsweise aus Obst und Gemüse, liefert langanhaltend Energie. Der Zucker aus Süßigkeiten und Cola hingegen verpufft schnell. Geben Sie Ihrem Gehirn demzufolge hochwertiges Brainfood, denn auch Sie sind in der Zeit der Aus-/Weiterbildung eine geistige Hochleistungsmaschinen. Und Ihr Denkapparat benötigt das allerbeste Brainfood, das Sie bekommen können.

 

Sauerstoff

Öffnen Sie vor dem Lernen das Fenster und lüften Sie den Raum. Atmen Sie zwei- bis dreimal tief durch und durchfluten das Gehirn so mit frischem Sauerstoff. Verbinden Sie dies mit gezielten Entspannungsübungen. So sparen Sie Zeit und sind bestens vorbereitet, um Ihren Lernstoff zu bewältigen.

Wasser

Hätten Sie gewusst, dass täglich 2000 Liter Blut durch Ihr Gehirn fließen? Das sind 15 Badewannen voller Nährstoffe, die mit Hilfe des Blutes transportiert werden. Ohne einen guten Wasserhaushalt kann der Körper seine Aufgaben nicht ausführen. Trinken Sie daher gleichmäßig über den Tag verteilt 2 bis 3 Liter ungesüßten Tee oder Wasser. Nutzen Sie große Gläser, so trinkt man automatisch mehr.

Kohlenhydrate (Glukose)

Zucker aus hochwertigen Nahrungsmitteln (Brainfood) werden langsam aufgespalten und liefern dem Gehirn konstant Energie. Nehmen Sie daher ausreichen ballaststoffreiche Nahrungsmittel wie Vollkornprodukte, Obst und Gemüse zu sich. Nüsse und Fisch sollten den Speiseplan ergänzen, denn diese liefern Omega3-Fettsäuren, welche für die Zellstruktur im Gehirn wichtig sind.

Vermeiden Sie Traubenzucker

Der beliebte Prüfungssnack wirkt nur kurzfristig. Zwar hat Traubenzucker den Vorteil, dass er durch seine Struktur schnell vom Körper aufgenommen und verarbeitet wird und somit dem Gehirn schnell Energie liefert. Leider verpufft dieser Effekt nach ca. 20 bis 30 Minuten und der Blutzuckerspiegel sinkt in der Folge rapide. Sie spüren, dass Sie müde und unkonzentriert werden. Den gleichen Effekt verspüren Sie bei Süßigkeiten und stark zuckerhaltigen Getränken wie Cola und Apfelsaftschorle. Vermeiden Sie diese Getränke und setzen Sie auf das Brainfood Nummer 1: Wasser!

Nährstoff-Kick vor der Prüfung

Ernähren Sie sich in den Wochen vor Ihrer Prüfung ausgewogen mit hochwertigen, balaststoffreichen Nahrungsmitteln. Direkt vor der Prüfung kann es dem Gehirn noch einmal einen Kick geben, wenn Sie einen Naturjoghurt und einen Apfel essen. Während der Prüfung ist eine Banane genau die richtige Zwischenmahlzeit. Sie beinhaltet Aminosäuren (Eiweiß), die vom Gehirn in das Hormon Serotonin umgewandelt wird – ein Stoff, der glücklich macht. Er senkt den Stresslevel, was sich positiv auf die Leistungsfähigkeit des Gehirns auswirkt.

Achten Sie bei jeder Zwischenmahlzeit darauf, dass die verzehrte Menge nicht zu groß ist. Je mehr Sie verdauen müssen, desto mehr Energie geht durch den Verdauungsprozess verloren. Hier gilt als Maßeinheit Ihre Hand. Essen Sie nicht mehr als eine faustgroße Portion. Bei flachen Nahrungsmitteln wie z.B. einer Scheibe Vollkornbrot gilt hier die Größe Ihrer Handfläche.

Trinken Sie während der Prüfung ausreichend und versuchen Sie in der Nähe eines offenen Fensters zu sitzen. Auf diese Weise kommen Sie an eine möglichst große Menge des Brainfoods Nummer 2: Sauerstoff.

 

Wenn Sie diese Ratschläge befolgen, sollten Sie keine Konzentrationsprobleme während einer Prüfung haben.

 

Bauen Sie in Ihrer täglichen Ernährung diese 15 +3 Nahrungsmittel ein. Sie sind die absoluten Brainfood-Klassiker:
  1. Birnen
  2. Brokkoli
  3. Dinkel
  4. Nüsse (Walnüsse, Mandeln usw.)
  5. Rosinen
  6. Fisch
  7. Äpfel
  8. Avocados
  9. Brombeeren
  10. Knoblauch
  11. Erdbeeren
  12. Hafer
  13. Dörrzwetschgen
  14. Spinat
  15. Soja

+1. Wasser

+2. Sauerstoff

+3. Schlaf

Richter

Mein Name ist Meik Richter. Ich bin Speed-Reading-Trainer und Lerncoach und beschäftige mich der schnellen Informationsaufnahme und Verarbeitung.

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